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Recht / Zivilrecht 
Mittwoch, 04.12.2019

Fake-Bewertungen auf Urlaubsportal rechtswidrig

Das Landgericht München hat gekaufte Fake-Bewertungen auf einem Urlaubsportal im Internet für rechtswidrig erklärt (Az. 17 HK O 1734/19). Das Unternehmen Fivestar darf künftig keine Bewertungen mehr von Menschen verkaufen, die nicht tatsächlich in den jeweiligen Hotels übernachtet haben. Fivestar muss dafür Sorge tragen, dass die entsprechenden Fake-Bewertungen gelöscht werden und dem klagenden Urlaubsportal Auskunft geben, von wem die erfundenen Bewertungen stammten.

Das Gericht gab einer Klage des Urlaubsportals Holidaycheck gegen erfundene Bewertungen statt, die die in Belize ansässige Firma Fivestar Marketing an mehrere Hoteliers verkauft hatte. Fivestar nutzt keine Computerautomaten, sondern heuert freie Mitarbeiter an.

Fivestar wurde nicht generell verboten, Bewertungen auf Holidaycheck zu verkaufen. Verboten sind jedoch Rezensionen von Fivestar-Bewertern, die das Hotel nie betreten haben.

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